"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken." ~Samuel Johnson
"Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken." ~Samuel Johnson

 

"Ein zu Hause ohne Hund, ist wie ein Himmel ohne Sterne."

~unbekannt

 

 

Die tiergestützte Therapie ist eine alternativ-medizinisches Behandlungs-verfahren zur Heilung oder  zur Linderung der Symptome bei psychiatrischen,  neurologischen Erkrankungen, Verhaltensstörungen und Behinderungen, bei denen die Tiere eingesetzt werden.

Je nach Tierart wird die tiergestützte Therapie oder Intervention in verschiedenen Einsatzgebieten und Orten praktiziert. Es gibt z.B. Angebote, wie etwa das Schwimmen mit Delfinen, das Spielen mit Schildkröten, mit Kaninchen, mit Meerschweinchen, mit Hunden, und Katzen, sowie das Reiten auf Pferden und/oder Lamas.

In den freien Praxen ist der Hund oftmals das Tier der Wahl. Denn einen Hund kann man mal eben ins Auto setzen und zur Praxis oder dem Kindergarten fahren. Ein Hund ist auch unkomplizierter im Umgang und in der Unterbringung.

Angebote zur delfingestützten Therapie erfordern natürlich für die Angehörigen einen höheren zeitlichen und auch finanziellen Aufwand.

Es gibt mehrere Formen für den Einsatz von Hunden die zur Verbesserung des Wohlbefindens und des Gesundheitszustandes des Patienten beitragen sollen.

Die hundgestützte Therapie ist eine Form der tiergestützten Therapie.

Sie wird von ausgebildeten Fachkräften aus den Bereichen Therapie, Pädagogik, Soziales oder Medizin mit einer Fortbildung zum tiergestützten Therapeuten angewandt. Denn die krankheitsheilende Wirkung von Tieren allein ist nicht bewiesen. Tiergestützte Therapeuten des Therapiebegleit-hundeteams arbeiten mit dem ausgebildeten Therapiehund als Medium, um die Therapie/Behandlung der Erkrankung oder Behinderung des Patienten zu erleichtern oder angenehmer zu gestalten.

Je nach dem speziellen Therapiekonzept des Therapeuten, wird das Tier spezifisch trainiert und ist als Bestandteil der Therapie oder Behandlung mit einzubeziehen.

Unter der tiergestützten Therapie werden zielgerichtete Interventionen im Zusammenhang mit dem Tier oder Hund subsumiert. Diese zielgerichtete Intervention basiert auf einer zuvor sorgfältigen Situations- und Problemanalyse. Sie sind auf die gezielte Einwirkung der bestimmten Leistungsbereiche und/oder Persönlichkeitsbereiche ausgerichtet.  

(Vgl. Huck, Guido, Mittt, Voraussetzungen für den Therapiebegleithundeinsatz, Skript Steinfurter Pädagogik/- Therapiebegleithundmethode Block II, 2012 S. 3)

Hunde wirken einerseits beruhigend und als Sicherheitssignal. Andererseits funktioniert ihre Kommunikation anders als die zwischenmenschliche Kommunikation.

Diese Verschiebung der Kommunikationsweise bewirkt, dass zwischen Hund und Patient verletzungsfreier und offener interagiert wird. Der Hund wertet als das Verhalten des Kindes oder des Patienten nicht. Für ihn gibt es kein richtig oder kein falsch. Den Hund interessiert die Arbeit, das Spiel und die Belohnung die er bekommt, meist das Futter. Das heißt, Hunde sind triebgesteuert und wollen meist Schaden, der durch sie entstehen könnte, vermeiden.

Ein Hund macht nie etwas aus purer Absicht. Hunde sind in ihrer Sprache und ihrem Verhalten immer klar. Menschen besitzen die Fähigkeit, etwas zu sagen, es aber nicht so zu meinen.

Für einen Hund gibt es nur schwarz oder weiß. Gebe ich meinem Hund ein uneindeutiges Signal wir dieser unsicher oder weiß plötzlich nicht mehr wie er reagieren soll. Er wird uns etwas anbieten, um uns zu gefallen und um an seinen Trieb zu gelangen. Bin ich aber klar in meiner Köpersprache und meiner verbalen Äußerung, so werde ich einen Hund haben der mich versteht und gerne mit mir arbeiten möchte. Er möchte ja schließlich an sein Triebziel (z.B. Futter oder Spiel) gelangen.

Hunde besitzen einen hohen Aufforderungscharakter, was die Kontaktaufnahme und die Zuwendung betrifft. Dies kann man sich in der Therapie gut zu Nutze machen.

Ein Hund muss in der heutigen Gesellschaft von uns versorgt werden. Dies bewirkt bei einigen Menschen, dass wir uns um den Hund kümmern möchten. Das kann in der Therapie genutzt werden um Verantwortung dem Hund gegenüber zu übernehmen und dem Klienten aufzuzeigen, dass es wichtig ist, sich um den Hund zu kümmern und bestimmte Regeln und Rituale zu versprachlichen und einzuhalten.

Darüber hinaus wirken die Hunde sehr  integrierend. Sie sind für uns Therapeuten die „Türöffner“ in der Praxis bei schlechter zugänglichen Patienten. Die Befindlichkeit aller Beteiligten (Therapeut/ Hundeführer, Klient und etwaige Hospitanten) verbessert sich bei der Anwesenheit eines Hundes in der therapeutischen Situation.

Der Hund ist in der Lage, nur durch seine Anwesenheit das Eis zu brechen, ohne ein einziges „Wort“ von sich zu geben. Seine meist positive Ausstrahlung bewirkt einen direkten Draht zum Klienten. Voraussetzung ist hier natürlich, dass der Patient mit der Anwesenheit des Hundes einverstanden ist.

Auf der praktischen Seite ist ein Hund sehr viel mobiler als ein Pferd oder Lama. Der Hund kann mit zur Praxis und mit in den Kindergarten kommen, ohne dass es ein großer Aufwand wäre das Tier zum Kind oder Klienten zu bringen. Somit kann auch die Häufigkeit der tiergestützten Therapie gesteigert werden. Die Kinder bekommen einen ganz anderen Bezug zu dem Tier, wenn sie es regelmäßig sehen, wie wenn sie ein Tier nur vielleicht einmal im Monat besuchen dürfen.

Der Hund ist mobil, brauch unterwegs nur etwas Wasser und Futter, evtl. noch seine Decke oder Transportbox.

Der Hund kann für die Eltern und dem Therapeuten als idealer Therapiepartner eingesetzt werden.

 

 

 

 

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